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Seite 1 von 4  1. Einführung
In diesem Artikel berichte ich über die Entstehung meines Casemods 'Blue Silverance'. Zunächst musste ich mich entscheiden, welches Gehäuse ich wohl wählen sollte. Damals gab es noch ziemlich viel Auswahl, was ungemoddete, also "normale" Gehäuse angeht. Nachdem mir aber das Avance Case aufgefallen ist, was zu der Zeit auch noch nicht viele zu Modden versuchten, es dazu preislich noch im untersten Bereich war (49,95 EUR) entschloss ich mich also für das Servergehäuse.
Bei diesem Projekt war es mein Hauptziel, ein schlichtes und edeles Case zu modden. Leider gab es den Avance nicht in einer Silber- ogar gar Aluausführung, so dass also eine Lackierung schonmal Pflicht war.
Ich möchte denjenigen, die das Case noch nicht aus anderen Foren kennen, aber noch nicht zuviel verraten. Also fangen wir an!
2. Rohzustand und erste Planungen
Als erstes stelle ich euch das Avance Gehäuse mal eben kurz vor:
Avance B-031 Gehäuse: ATX Midi Tower Maßen: 529 x 192 x 430 mm (T x B x H) Gewicht: 9 Kg Netzteil: Ohne Netzteil Mainboard: ATX Einschübe: 6x 5,25" extern 2x 3,5" extern 3x 3,5" intern Lüfter: 4x 80 mm (opt.) 1x 120 mm (opt.) Frontaccess: USB 2.0 ; Mikrofon und Kopfhörer Schnell waren auch die ersten Mods geplant:
 - Zuspachtelung der von werk integrierten Lüfterschlitze an den Seitenteilen - Neue Caselackierung mit Metallic Brilliantsilber - Einbau einer Wasserkühlung - Dual Radiator Intern + 2x120mm Alu Lüftern extern - LAN-Griffe auf der Gehäuse Top - Linke Seitenwand: Großes Window, Bubble-Form, Blau/UV Kathode, Graviertes Logo - Rechte Seitenwand: Grafik LCD/TFT, Modding-Factory Schriftzug und Logo - Komplett neue Front aus Edelstahl, clean, schlicht, "sl4zer" Schriftzug graviert - Aquatube Ausgleichsbehälter in der Front integriert - Neue Power/Resetschalter - passend zum edelen Look - Blaue Dämmmatten im Innenraum verlegt - Winamp Hardwaresteuerung - Selfmade Lüftersteuerung ohne Spannungsdrop für Radiatorlüftung
Soweit war alles geplant, Weihnachten stand vor der Tür somit war die finanzielle Seite schonmal gesichert und es konnte losgehen :-)
3. Bearbeitung der Seitenwände und Lackierung Um eins vorweg zu nehmen: Ja ich musste das komplette Case auseinandernehmen. Die komplexe Vernietung des Gehäuses zwingt einen dazu, alle Nieten aufzubohren um die Top aus der Konstruktion zu entnehmen. Aber wozu gibt es Nietenzangen ;-) Zuerst wurde die linke Seitenwand bearbeitet. Hier sollte ja eine Art "Bubble-Form", oder damit sich vielleicht andere etwas darunter vorstellen können, eine "wellige" Form zustande kommen. Nicht lange gefeilt und das Window wurde herrausgedremelt.
Hier in dem Bild sieht man auch recht schön die von Werk integrierten Lüfterschlitze, die natürlich absolut nicht zu dem vorgenommenen Style passten. Also weg damit! Ganz einfach mit Glasfaserspachtel zugespachtelt, geschliffen und nochmal nachbearbeitet.

Das gleiche galt natürlich auch für die andere Seite, wobei hier nicht die Lüfterschlitze zugespachtelt wurden, sondern die Vertiefung des Metallgriffs. Die Lüfterschlitze wurden hier einfach am Ende rausgedremlt, da sie die perfekte Stelle für das spätere LCD bietet.
Da zu Anfangs ein quadratisches 128x128px Grafik LCD geplant war, ist hier auf dem Bild auch die quadratische Form des Loch zu sehen. Der Griff ist bereits gespachtelt und geschliffen. Gleich danach wurde die passende Form für den HT Dual Radiator in die Top gedremelt und die Löcher für die Halterung gebohrt. 
Nach etwas Feinarbeit mit dem Feinspachtel konnte also der komplette Lack ab. Dies war hier notwendig, da der Originallack kein glattdeckender Lack war, sondern porös und spröde war. 
Nach langen Schleifarbeiten war also auch der Lack ab und es konnte grundiert werden. Hierbei kam die billigste Graustufe aus dem Baumarkt in Frage, da die Grundierung in diesem Fall keine große Rolle spielt. 
Nach einem Tag Trocknungszeit und war die Grundierung aufgetragen und getrocknet. Perfekt 
Nun kam es zum lackieren, einem nicht gerade einfachen Part des Casemods. Nach ein paar Übungen an Altmetall konnte es losgehen. Immer im Zick-Zack-Verfahren gesprüht und kurze Trocknungsphasen eingehalten. Auch hier habe ich die Bleche wieder länger trocknen lassen, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Nach einigen Stunden wurden dann im halbstündigen Abstand einige Schichten Klarlack darüber lackiert, um dem Lack einen richtig glänzenden Look zu verpassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 
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