| 64-Bit ein Wunder der Technik? |
| Geschrieben von: Robert Lebelt |
| Samstag, den 08. Oktober 2005 um 00:00 Uhr |
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1. Einführung Seitdem es von AMD die Prozessorgeneration AMD64 gibt, ist ein regelrechter Boom ausgebrochen, sich eine 64-Bit kompatible CPU in den PC einzubauen. Aber die 64-Bit Technologie ist nichts Neues! Supercomputer mit einer 64-Bit Architektur gab es sogar schon seit 1976. Diese waren schon in der Lage, bis zu 64 Bit (8 Bytes) zu verarbeiten.
2. Was steckt hinter 64-Bit? 64-Bit Prozessoren sind vom eigentlichen Aufbau fast einem 32-Bit-Prozessor gleich. Der Unterschied liegt darin, dass eine 64-Bit CPU pro Takt 64 Bit an Daten verarbeiten kann. Dies hat zur Folge, dass die Busse (Anschlüsse) beispielsweise zum RAM ebenfalls anders aufgebaut sind. Bei 32-Bit war der Arbeitsspeicher auf 4GB beschränkt und da nun der Adressbus auch wesentlich größer ist, können bis zu 16 TB (Terrabyte) RAM eingesetzt werden. Beim Adressbus wird einfach von 0 hochgezählt und somit kann bei 64-Bit einfach sehr viel höher gezählt werden, wodurch der Fortschritt erklärt werden kann. Auch wird der interne Cache angepasst, in dem Zwischenergebnisse von Rechenoperationen zwischengespeichert werden. Durch die breitere Adressierung können so pro Takt mehr Daten abgerufen und verarbeitet werden. Da auch der Datenbus, also zwischen der CPU und RAM, größer ist, können mehr Daten in gleicher Zeit versendet werden. Leider kann man nicht sagen, dass eine 64-Bit-CPU doppelt so schnell ist wie der kleine Bruder. Die Programme werden vom Speicherbedarf größer, was dem Ganzen eine kleine Bremse ist. Aber keine Angst, ein Leistungsschub ist es auf jeden Fall, sofern die Software natürlich auch dem PC 64-Bit liefert bzw. die Leistungssteigerung überhaupt vom Programm genutzt wird. 3. Vergleich: Wasserkraftwerk Mal ein Vergleich um es euch näher zu bringen: Wir stellen uns mal vor, wir sind in einem Wasserkraftwerk. Wir brauchen einen großen Zufluss an Wasser, damit wir die Turbine richtig auf Touren bringen (Das Programm, was in 64-Bit größer ausfällt als in 32-Bit). Dann muss der Generator die Möglichkeit haben, die ganze anfallende Energiemenge umzusetzten (hier ist es dann die DIE der CPU, die ja 64 Bits pro Takt verarbeiten kann). Der Strom muss nun zu den Verbrauchern. Da sehr viel Strom ausgegeben wird, können dieVerbraucher mit mehr Strom versorgt werden als mit dem kleinen 32-Bit Wasserwerk (Dies Betrifft den RAM, weil die 64Bit einen höheren Transfair möglich macht und die CPU ja in gleicher Zeit mehr berechnen kann). Da nun so viel Strom da ist, können wir den natürlich auch auf mehrere Haushalte aufteilen in dem wir das Netz besser ausbauen können (Das betrifft den Adressierungsbus. Nun sind ja bis zu 16 TB möglich).
4. Hintergrundinformation und Fazit Zur Zeit wird 64-Bit in Servern eingesetzt, da dort sehr viel RAM benötigt wird um die verschiedenen Clients zu bedienen, ohne auf die Festplatte zugreifen zu müssen, da dies enorm bremst. Supercomputer, die in der Wissenschaft eingesetzt werden, benutzen ebenfalls 64-Bit, da große Berechnungen von reinen Zahlenwerten wesentlich schneller und genauer ist, da man nicht auf Fließkommawerte zurückgreifen muss und somit keine Genauigkeitsverluste hat. Zur Zeit kann man sogar schon eine 64-Bit Version von Windows XP Professionell kaufen, sowie eine 120 Tage Trial-Version downloaden. Dabei gibt es nur einen Haken: Man muss alle Treiber seiner Hardware als 64-Bit vorliegen haben. Für Grafikkarten von ATI gibt es im Auswahlmenü schon 64-Bit-Treiber. Somit könnte man schon mal das eine oder andere Spiel zocken. Aber ob es schon für Netzwerkkarten oder DSL-Modems 64-Bit Treiber gibt, hängt vom jeweiligen Hersteller ab.
Abschließend kann man sagen, dass man vielleicht mit 64-Bit bessere Spielperformance erlangt, doch wenn die passenden Internettreiber fehlen schaut man auch erstmal in die Röhre. Außerdem müssen die Spiele auch in 64-Bit programmiert sein, denn sonst hat man keinerlei Vorteile bzw. Leistungsunterschiede. Mit einer 64-Bit CPU ist man auf jedenfall für die Zukunft gewabnet, nun liegt es an den Softwareschmieden und Hardwareherstellern ihre Software in 64-Bit zu kompilieren, damit der Anwender seinen technischen Vorsprung auch nutzen kann. Beim AMD64 kann man immerhin nichts falsch machen, da er ein Hybrid ist. Man kann alte Software, sowie auch Zukunftweisendes anwenden und es macht preislich keinen enormen Unterschied aus. Alle genannten Namen, Bezeichnungen oder Logos sind eingetragene Warenzeichen und Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. |