Func MS-3 + Surface 1030 L

Erstellt am: 21.03.2014 um 12:45 Uhr von Thomas Radigk.

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 3.75 (4 Votes)

Äußere Details

Func's MS-3 stellt sich mit knapp 127 mm Länge bei einer Breite von knapp 101 mm eher ungewöhnlich dar. Die Ursache sind die breiten Ablagen für Daumen und kleinen Finger, rechts und links an der komplett in schwarz gehaltenen Maus. Die Oberfläche bietet mit "SoftTouch" ein angenehmes Gefühl, was allerdings auch einen Nachteil birgt, den wir am Ende des Tests herausfanden. Mit einer Höhe von über 42 mm gehört sie nicht gerade zu dem flachsten Vertreter ihrer Art, was der Ergonomie jedoch keinen Abbruch tut.

Im Profil wird die angedachte Position der Hand besonders deutlich. Der Daumen wird von Func mit vier erreichbaren Knöpfen bedacht, die selbstverständlich in der Treibersoftware den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können (dazu später mehr). In der Standardbelegung befindet sich hier auch der Knopf für die "InstantAim"-Funktion, die bisher einzigartig bei der MS-3 in Erscheinung tritt. Mit ihr wird, solang der Knopf gedrückt wird, eine (einstellbare) Sensorauflösung angewendet, ohne das Profil oder die DPI-Stufe zu wechseln.

Was zuerst wie ein Spalt im Gehäuse wirkte, stellt sich als DPI-Stufenanzeige heraus. Die Sensorauflösung kann in drei Stufen eingestellt und in der Maus gespeichert werden, wovon die ausgewählte Stufe hier in Form von sehr schmalen LEDs angezeigt wird. Im Gegensatz zur Beleuchtung des Mausrads und des InstantAim-Buttons ist die Farbe nicht einstellbar. Die Erreichbarkeit sämtlicher Knöpfe ist für eine mittelgroße Hand gut - größere Hände erreichen der InstantAim-Funktion besser, während kleinere Hände den Knopf links außen leichter erreichen.

Bei der Beleuchtung erlaubt Func dem Nutzer die Farbe der Mausradbeleuchtung sowie des InstantAim-Knopfes zu verändern. Dabei kann jede beliebige Farbe des sichtbaren Lichts stufenlos eingestellt werden. Als wäre dies nicht genug, kann getrennt voneinander die Beleuchtung eines Elements pulsieren und die Helligkeit gedimmt werden. Selbstverständlich ist die Beleuchtung auch abschaltbar. Ebenso wie die Einstellung der DPI-Stufen ist auch die Beleuchtung für jedes Profil speicherbar, wovon dem Nutzer drei zur Auswahl stehen. Die Anzeige des gewählten Profils erfolgt über die Farbe der DPI-Stufen-Beleuchtung, die von rot auf weiss wechselt.

Insgesamt macht die Hardware der MS-3 eine gute Figur, was nicht zuletzt an dem hohen Entwicklungsaufwand liegt. Was von außen jedoch verborgen bleibt, ist die innenliegende Technik. Zum Einsatz kommt der bereits (von der Epicgear Meduza) bekannte Avago ADNS-9500 Lasersensor, gepaart mit einem WT6573 Mikroprozessor, dem 512 kB Speicher zur Seite stehen. Func gibt an, dass mit dieser Kombination Beschleunigungen von bis zu 294 m/s² erfasst werden können - typisch für den eingesetzten Sensor. Die Schalter der Maus stammen von der Firma Omron, die sich einen guten Ruf durch ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit erarbeitet haben. Auf diese gehen wir im Abschnitt "Praxistest" genauer ein.