Crucial Ballistix Elite DDR3-1866 CL 9 Kit (2x8 GB) - Praxistest: Benchmarks

Erstellt am: 19.08.2012 um 09:30 Uhr von Kai Tubbesing.

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Praxistest: Benchmarks

Aida64 Speicherbenchmarks

Zunächst messen wir die Leistung der beiden Module in einer Reihe von reinen, synthetischen Speicherbenchmarks - hier lassen sich synthetische Werte gewinnen, die zwar in keiner Relation zum spürbaren Leistungsgewinn im normalen Einsatz des Hauptspeichers stehen, jedoch aufgrund ihrer spezialisierten Ausrichtung auf das Aufzeigen von zumindest theoretischen, idealtypischen Unterschieden bestens dazu geeignet sind, die verschiedenen Leistungsklassen in Form eines Balkendiagramms grafisch darzustellen. Auffällig ist hier insbesondere der große Leistungszuwachs des Crucial Ballistix Elite Kits gegenüber einem handelsüblichen 16 GB DDR3-1333 Kit bei CL9. Hinsichtlich sowohl der Lese-, als auch Kopierleistung können wir in Aida64 einen Leistungszuwachs von ca. 27 % ausmachen, während sich durch Übertakten erwartungsgemäß noch mehr Leistung aus den Modulen herauskitzeln lässt. Die Auswirkungen von mehr Takt und schärferen Latenzen auf die Schreibleistung sind ein wenig geringer, aber dennoch in signifikantem Umfang messbar.

 

SiSoftware Sandra Lite Speicherbandbreite

Der Speicherbandbreitetest aus der aktuellen Sandra Lite Version von SiSoftware zählt zu den beliebtesten Speicherbenchmarks und findet in einem Großteil der Online- und Printtests Anwendung, da er am eindrucksvollsten mit Änderungen an Takt und Timings skaliert. Obgleich wir mit den unterschiedlichen Tests aus Aida64 bereits reinrassige Speicherbenchmarks aufgeführt haben, möchten wir den Lesern diese Ergebnisse aus Gründen der Vergleichbarkeit dennoch nicht vorenthalten. Hier zeigen sich im Prinzip die gleichen Ergebnisse wie in unseren Tests mit Aida64, allerdings mit etwas größeren Zuwächsen und somit Abständen zwischen den einzelnen Einstellungen:

 

3DMark 11 Performancetest

Der Performancetest aus der kostenlos herunterladbaren Version des 3DMark 11 Benchmarks steht stellvertretend für die Leistungszuwächse, die man durch die Verwendung von Hochleistungsarbeitsspeicher im 3D- und somit vor allem im Spielebetrieb erwarten kann. Tatsächlich erweisen sich die gemessenen Ergebnisse trotz der synthetischen Natur des Programms in diesem Testszenario als zumindest annähern realistisch, wenngleich die Unterschiede sogar ein wenig geringer ausfallen, als es in konkreten Spielebenchmarks zu diversen Einzeltiteln der Fall sein würde. Hier können wir lediglich eine Steigerung von etwa einem Prozent zwischen dem Einsatz von DDR3-1333 und dem Hochleistungskit von Crucial feststellen. Die Gesamtpunktzahl des Tests beruht allerdings auch zu einem guten Teil auf der jeweils verwendeten Grafikkarte. Dennoch: Wer in den Benchmarklisten vorn auftauchen möchte, für den führt kein Weg an ein wenig Feintuning seines Systems in Form des Einsatzes und der manuellen Optimierung schnellen Arbeitsspeichers vorbei.

 

7-Zip 512M

Der in das beliebte Packprogramm 7-Zip integrierte Benchmark- und Stabilitätstest misst den Datendurchsatz bei Komprimierung und Dekomprimierung von Daten und belastet vor allem den Prozessor sowie den Arbeitsspeicher. Die Ergebnisse werden in MIPS (Million Instructions Per Second) ausgegeben und zeigen, wie viele Instruktionen der verwendete Prozessor pro Sekunde verarbeiten kann. Die Wörterbuchgröße haben wir für den Test auf 512 MB eingestellt - so wird ein großer Teil des Arbeitsspeichers belegt und es zeigt sich viel deutlicher als beim 16-MB-Test, welche Auswirkung die Speichergeschwindigkeit in diesem Szenario auf die ermittelte Leistung des Prozessors haben kann. Gegenüber den Leistungswerten eines DDR3-1333 CL9 Speicherkits können wir beim Crucial Ballistix Elite DDR3-1866 mit den im XMP-Profil hinterlegten Einstellungen einen Leistungszuwachs von 7,7 % feststellen - durch die gute Übertaktbarkeit lässt sich dieser Unterschied auf bis zu 11,2 % anheben.

 

Auswirkung der Optimierung der Subtimings auf die Ergebnisse

Wie bereits voranstehend in konkreten Zahlen dargelegt, besteht ein erheblicher Unterschied zwischen den im XMP-Profil hinterlegten Subtimings sowie jenen, die bei der Deaktivierung des entsprechenden Profils und der händischen Einstellung des Takts automatisch angelegt werden - letztere weisen deutlich geringere Latenzwerte auf. Da sich auch der Betrieb mit den deutlich schärferen Subtimings bei DDR3-1866 9-9-9-27 1T als problemlos und stabil erwies, haben wir es uns nicht nehmen lassen, noch ein paar ausgewählte Benchmarks anzufügen, die belegen, dass hierdurch noch einmal ein deutlicher Leistungszuwachs möglich ist. Wer wirklich versucht, das Maximum seines Speicherkits auszuloten, sollte diese Einstellungen also auf jeden Fall mit in seine Optimierungen einbeziehen: In allen drei hier stellvertretend für den Gesamtparcours aufgeführten Benchmarks (Aida64 Kopierleistung, 3DMark 11 Performancetest, 7-Zip 512M Benchmark) zeigt sich, dass eine Optimierung der Subtimings in etwa den gleichen Leistungszuwachs bringt wie das Anheben der Haupttimings von 9-9-9-27 1T auf 8-8-9-18 1T. Die im XMP-Profil hinterlegten Werte sollen schließlich nur ein Mindestmaß für den absolut stabilen Betrieb aller Speicherkits einer Serie liefern und bieten somit bei hochwertigem Speicher generell noch viel Spielraum.