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Microsoft Windows Vista ist der Name, eines noch nicht erschienenen Betriebsystems von Microsoft. Unter dem bekannten Codenamen Longhorn versteckt sich der Nachfolger des recht beliebten Windows XP. Der Name Longhorn ist benannt nach einer Bar in der Nähe des Skiorts Whistler-Blackcomb. Das Anfang 2006 geplante System sollte einen Zwischenschritt zum übernächsten System von Microsoft namens Blackcomb und XP darstellen. Jedoch zieht sich die Entwicklung länger hin als erwartet, so dass mit einem Verkaufstart Ende 2006 gerechnet werden kann und die Servervariante kann wahrscheinlich erst 2007 erworben werden. Seit dem 28. Juni diesen Jahres ist eine erste Beta für IT-Profis und Entwickler zum downloaden bei Microsoft verfügbar. Im November soll es eine zweite Betaphase geben, wobei es mehr als 2 Betadownloads geben wird.
Kommen wir mal zu den Neuerungen, die uns Microsoft Vista bieten soll: Die Benutzeroberfläche wird fast komplett neu gestaltet sein, im neuen Aero-Glass Modus. Das heißt, dass die Oberfläche frei skalierbar ist, mit Schattenwurf, halbtransparenten Rahmen und vollkommen flüssigen Animationen beim Mini-, bzw. Maximieren eines Fensters. Das neue an diesem System ist, dass die Oberfläche nicht wie bisher üblich von der CPU errechnet wird, sondern von der Grafikkarte. Genannt wird die neue Technik "Windows Presentation Foundation" Dies soll einen Geschwindigkeitsschub bringen, da die CPU entlastet wird. Jedoch wird für die beste Version der Oberfläche eine 3D-Grafikkarte mit mindestens 256 MB VRAM und 8x AGP benötigt. Das heißt, dass jetzt aktuelle Grafikkarten gerade so ausreichend sein werden, um allein Windows auf bester Qualität laufen zu lassen. Wenn man sich die jetzt schon sehr detailverliebten Spiele anschaut, die nur auf solchen High-End Grafikkarten laufen, möchte ich schon gern wissen, was man von der Vista-Oberfläche erwarten kann. Wer die Mindestanforderungen nicht erfüllt, muss keine Angst haben, dass er Unsummen für ein neues System ausgeben muss. Die Oberfläche wird automatisch zum System passend abgespeckt, bis hin zur klassichen Windows 2000 Ansicht.
Zudem wird es für Softwareentwickler eine neue Programmierschnittstelle geben. Sie wird WinFX heißen und Win32 ablösen. Damit sie sich schneller etabliert, werden auch Versionen für die Vistavorgänger herausgegeben. Diese Neuerung bringt jedoch für den einfachen oder auch schon anspuchsvolleren Heimanwender keine direkt merklichen Vorteile.
Die Suchfunktion wird auch überarbeitet sein. Es wird nun nicht mehr jede Datei einzeln abgesucht, sondern ähnlich wie bei Google, eine Art Index erstellt. Zudem werden weitere Filter eingebaut, um die Suche noch feiner zu gestalten. Es wird auch die Möglichkeit geben, Ordner mit Suchanfragen zu erstellen. Das heißt, dass, wenn man den Ordner öffnet, automatisch die Suche gestartet wird und das Ergebnis als ganz normaler Ordnerinhalt angezeigt wird. Ob man das häufiger braucht, kann ich bis jetzt noch nicht sagen, da man, denke ich, nicht so viele Dateien hat, die den gleichen Namen haben, außer vielleicht alle Worddokumente aufzeigen etc..
Des Weiteren sollen die Benutzer- und Kontenrechte verbessert werden, so dass nicht zwingend administrative Rechte vorhanden sein müssen, um Einstellungen vornehmen zu können. Speziell soll sich das auf den Internet Explorer 7 auswirken, bei dem es dann eine Low-Right Version geben wird, welche die Sicherheit erhöhen soll, so dass von Außen durch den IE nichts am System manipuliert werden kann.
Als komplett neues Feature soll es nun auch eine Sidebar geben, die ständig mit dem Internet verbunden ist und Aktuelles wie Nachrichten, Wetter, vielleicht auch Börsenkurse und Ahnliches anzeigen wird.
E-Mails werden zukünftig auch von einem neuen Programm empfangen, dass den lang bekannten OutlookExpress ablösen soll. Mit einem vorkonfiguriertem Spamfilter soll schon Spam abgewehrt werden, ohne dass man dem Programm beibringen muss, was Spam ist und was nicht.
Eine neues Dokumentenformat soll ermöglichen, dass Dokumente angesehen und gedruckt werden können, ohne dass das Originalprogramm, mit dem die Datei erstellt wurde, gebraucht wird. Dies ist vergleichbar mit dem heute bekannten PDF-Format, welches man mit jedem Adobe Reader öffnen, lesen und drucken kann.
Neu wird auch sein "Next-Generation Secure Computing Base" (früher Palladium): Damit verspricht Microsoft eine höhere Sicherheit. Allerdings befürchten einige unter Berufung auf erste Anhaltspunkte, dass die Benutzer an Produkte von Microsoft gebunden werden sollen, da zum Beispiel Word-Dokumente verschlüsselt auf der Festplatte abgelegt werden und nur von vertrauenswürdiger Software geöffnet werden können. Um freie Software wie OpenOffice.org weiter unter Windows betreiben zu können, müsste von den Entwicklern für jede Version eine Zertifizierungsgebühr entrichtet werden oder das System in einen sogenannten "Untrusted"-Modus gebracht werden, der die Ausführung von "trusted" Programmen (also zertifizierter Software) unterbindet. Laut Bill Gates soll es dann auch nicht mehr möglich sein, Microsoft-Produkte ohne Original Key zu verwenden. Durch diese Technologie könnte Microsoft auch die Nutzung aller kostenloser Software unterbinden, da diese womöglich nicht mehr ohne Lizenzgebühren weitergegeben werden können. Außerdem ist NGSCB geradezu optimal geeignet um DRM in Windows fest zu integrieren. Dies bedeutet, dass Mircrosoft kontrollieren kann, welche Software man auf dem PC haben darf und welche nicht. Somit wird es dem normalen User unmöglich gemacht, Filme, auch wenn er sie legal auf dem PC hat, anzuschauen oder vielleicht auch schon zu speichern. Somit wird der User ganz legal ausspioniert, sodass es unmöglich ist, etwas illegales zu tun.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach, ist dies nicht tragbar. Ich möchte mit meinem PC machen, was ich möchte. Natürlich ist es verboten, illegales zu machen, aber Microsoft gehen doch meine Familienbilder und Heimvideos nichts an. Dies ist ein zu großer Eingriff in die Privatssphäre eines jeden Einzelnen. Durch das Feedback ihrer Kunden ist NGSCB auch schon ins Wanken geraten, jedoch lässt sich Mircrosoft nicht wirklich davon beirren und plant weiterhin den Einbau dieser Software.
Weitere kleine Neuerungen werden sein: - Unterstützung für das Extensible Firmware Interface, kurz EFI, einer Schnittstelle, die das alternde BIOS ablösen soll. - Ein neu entwickeltes Hilfesystem namens APHelp, das auf XML basiert und Inhalte völlig anders darstellen wird, als von den bekannten HTMLHelp-Dateien im CHM-Format gewohnt. - IPv6-Unterstützung - Schneller Bootvorgang bei Hybrid-Festplatten mit nicht-flüchtigem Flash-Speicher - Verbesserte Geschwindigkeit, vor allem durch die Windows 2003-Codebasis - Volle Unterstützung für das NX-Bit von Prozessoren zum Schutz vor Pufferüberläufen. - Ein neues Installationsprogramm, das Windows Vista mittels einer Image-Technik in etwa 15 Minuten installiert. - Unterstützung von RAW-Bilddaten, wie sie von Digitalkameras erzeugt werden - Unterstützung für eingebettetes RSS, mit Programmierschnittstelle für Entwickler. - Unterstützung von symbolischen Links
Microsoft Windows Vista wird es in sieben verschiedenen Versionen geben: - Windows Vista Starter Edition - Windows Vista Home Basic Edition - Windows Vista Home Premium Edition - Windows Vista Professional Edition - Windows Vista Small Business Edition - Windows Vista Enterprise Edition - Windows Vista Ultimate Edition
Es wird alle Versionen mit Ausnahme der Starter Edition als 64-, sowie 32 Bit Version geben, wobei man sagen muss, dass die 64-Bit Version mindestens 2 GB RAM benötigt.
Angesichts der vielen "Neuerungen" kann man doch auf das Betriebssystem gespannt sein, sowie auf dessen Preise! Als Vorabkritik kann man jedoch sagen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Viele der Neuerungen gibt es schon länger in anderen Systemen, zB. wie Mac mit dem Aerosystem und den "Smart Folders". Jedoch der Spannung, mit der das Betriebsystem erwartet wird, tut dem alles nichts ab.
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