Zowie FK1

Erstellt am: 10.04.2015 um 15:30 Uhr von Marco Schaarschmidt.

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Äußere Details

Wie bei allen Versionen der FK-Produktserie besitzt auch die FK1 ein symmetrisch geformtes Mausdesign, das sowohl für Links- und als auch Rechtshänder gleichermaßen gut geeignet ist. In der jüngeren Vergangenheit waren vor allem die FK- und die AM-Produktserien aufgrund ihres schmalen Designs für kleinere bis mittelgroße Hände geeignet, was bei der Nutzerschaft, vor allem bei der FK Pro 2014, für leichte Kritik sorgte. So ist es auch zu erklären, dass die Zowie mit der neuen FK1 die Maße zugunsten von Spielern mit etwas größeren Händen angepasst hat. Statt der bisherigen 60 mm, ist die FK1 nun 67 mm breit. Auch die Länge wurde mit 128 mm um drei Millimeter erhöht, die Höhe ist dagegen von 39 mm auf 37 mm geschrumpft.


(Quelle: Zowie)

Durch die leicht buckelige Form eignet sich die FK1 vorwiegend für die Benutzung mittels der Claw- sowie der Fingertip-Technik. Bei der Claw-Technik, auch Krallentechnik genannt, wird die Maus zwischen den Fingerspitzen und dem hintersten Teil des Handballens fixiert und über das Mauspad bewegt. Die Fingertip-Gripp-Technik funktioniert ähnlich, jedoch wird die Maus bei dieser Technik nur mit den Fingerspitzen berührt und geführt. Beide Techniken werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit auch gerne als Mischform verwendet, was mit der FK1 kein Problem sein sollte. Aufgrund der geringen Höhe von nur 37 mm eignet sich die Zowie FK1 theoretisch auf für Liebhaber der Palm-Technik, bei der die Finger sowie der Handballen nahezu komplett auf der Maus aufliegen. Allerdings kann diese Haltungstechnik je nach Größe der Hand aufgrund des länglichen Korpusses als etwas unbequemer empfunden werden.

Der Korpus der FK1 besitzt an den Seiten eine leichte Taillierung, sodass sowohl der Daumen als auch die nicht zur Steuerung benutzen Finger eine angenehme und wohlfühlende Position einnehmen. Damit die Maus beim Anheben und Umsetzen nicht aus der Hand gleitet, erfahren die Seiten der FK1 auf einer Höhe, welche sich an den Spitzen der linken- und rechten Maustaste orientiert, bis zum Bodenbereich eine Verringerung der Breite, was auch als V-Shapebezeichnet werden kann. Dies ist auch einer der Kernunterschiede zur Zowie AM, dessen Breite nach unten orientiert in ungefähr gleichem Maße zunimmt. Der hintere Teil der FK1 fällt recht breit aus und besitzt zum höchsten Punkt des Korpusses einen recht steilen Anstieg, während die Maus über die Maustasten relativ flach nach vorne abfällt.

Bei der Farbgestaltung zeigt sich Zowie erneut bewusst zurückhaltend. Die Mischung aus einer matt-schwarzen Oberfläche, dessen hinterer Teil durch ein gelbes Herstellerlogo verziert wird, hochglanzbeschichte, schwarze Navigationstasten und einem gelbfarbenen Mausrad wurden mit Ausnahme der mittlerweile ebenfalls matt-schwarz eingefärbten Unterseite beibehalten. Als Oberflächenbeschichtung kommt erneut eine Soft-Touch-Mixtur zum Einsatz, die sich beim ersten Auflegen der Hand jedoch ungewöhnlich und nicht als solche anfühlt. Der Grund für die etwas andere Haptik ist eine verbesserte Resistenz gegen eine Abnutzung bzw. einen Verschleiß, was in jüngerer Vergangenheit eines der Hauptprobleme der Zowie Nager war. Die Haptik der Maus lässt sich eher als glatter und feiner mit einer leicht rauen Strukturierung beschreiben, die genügend Griffigkeit für Hand und Finger bietet, aber nicht an eine Gummierung in traditionellen Sinne erinnert.

Die beiden Maustasten verfügen über eine konkave Wölbung, die sich in Richtung der Tastenspitzen prägnanter herausbildet. Dadurch erfahren die beiden aufliegenden Finger eine Art von leichter, bestimmender Positionierung. Zowie verspricht sich von dieser Form in erster Linie einen besseren Halt der jeweiligen Finger und gibt dadurch auch den optimalen Druckpunkt vor. Das Mausrad der Zowie FK1 wurde nahezu unverändert übernommen. Bereits bei der FK Pro 2014 war das Raster des Mausrads von 16 auf 24 Punkte erhöht worden. Das aus Vollgummi hergestellte Rad mit einer Breite von ca. 8 mm stammt ebenfalls aus der FK Pro 2014 und auch der verwendete Huano Schaltertyp der Mausradtaste ist identisch. Der Generationswechsel sollte dem Anwender - bezogen auf das Mausrad - also vor keine großen Probleme stellen oder längere Umgewöhnungsphasen erfordern.

Die FK1 fällt obgleich ihrer sieben physikalisch vorhandenen Tasten in die Kategorie der klassischen 5-Tasten-Mäuse. Während die linke sowie rechte Maustaste ebenso wie die Mausradtaste zu den Grundtasten gehören und immer zur Verfügung stehen, ist die Nutzung der seitlich angebrachten Navigationstastenpaare von der Konfiguration der FK1 abhängig. Bei rechtshändiger Einstellung stehen die beiden Navigationstasten auf der linken Flanke zur Verfügung, während die Tasten auf der gegenüberliegenden Seite funktionsfrei sind. Im Linkshänderbetrieb verhält es sich entsprechenden umgekehrt. Das Umschalten zwischen den beiden Modi erfolgt über Tastenkombinationen der Maus- und Navigationstaten. Die daraus resultierenden weiteren Auswirkungen werden im Kapitel "Praxistest" eruiert.

Die Gleiteigenschaften einer Maus sind neben der Formgebung und den zum Einsatz kommenden Schaltern der Maustasten allgemein das  A und O bei der Kaufentscheidung. Zowie überlässt auch bei der FK1 nichts dem Zufall. Auf der Unterseite befinden sich zwei großflächig dimensionierte und aus Teflon gefertigte Gleitfüße, welche der Maus sowohl auf weichen Textil- als auch auf harten Kunststoffunterlagen eine konstant gute Gleiteigenschaft und eine reibungsarme Nutzung garantieren sollen. Die Form und Ausprägung der Gleitfüße ist überdies generationen- und serienweit unverändert geblieben. Soll heißen: Die dem Lieferumfang beigelegten Ersatzgleitfüße der Zowie AM erster Generation können anstandslos auch bei der FK1 verwendet werden. Dadurch steht es um die Ersatzteilverfügarkeit bei Verschleiß beider Gleitfußpaare verhältnismäßig gut. Auch ein Wechsel der Gleitfüße stellt den Anwender vor wenige Probleme. Die Teflonfüße sind entsprechend in die Maus eingelassen und lassen sich durch Aussparungen an der Unterseite der Maus sehr einfach aushebeln und entfernen. Dies ist übrigens ein essentieller Vorgang, sollte die Maus einmal aufgeschraubt werden müssen, sei es zur Reinigung oder aus reiner Neugierde.

Ebenfalls auf der Unterseite ist ein Hardwareschalter beherbergt, mit dem sich die Abtastraten des verwendeten Sensors zur Laufzeit einstellen lassen bzw. gewechselt werden können. Die FK1 lässt dabei eine vierstufige Veränderung der Abtastrate zu, die aktuelle Einstellung wird dabei von einer oberhalb des Schalters befindlichen Status-LED optisch kenntlich gemacht (rot: 400 dpi, lila: 800 dpi, blau: 1600 dpi, grün: 3200 dpi).


(Auflösungsstufen: 400/800/1600/3200 dpi)

Anders als viele Konkurrenten setzt Zowie beim Anschlusskabel nicht auf Gewebe- oder Nylonschlauch, sondern auf eine spezielle Ummantelung, gefertigt aus einem weichen Gummi mit einer geringen Eigensteifigkeit, was dem rund zwei Meter langen Anschlusskabel eine außerordentlich Flexibilität ermöglicht. Ein Kabel mit hoher Flexibilität neigt gerne zum Kabelbruch, Kopfhörer und Headsets sind hier ein gutes Beispiel. Zowie versucht dem vorzubeugen, indem sowohl am Übergang zum Mauskorpus als auch am Stecker Knickschutzelemente mit höherer Steifigkeit eingearbeitet wurden. Der USB-Anschlussstecker ist indes vergoldet, was jedoch nur der Optik zugutekommt.

Für eine sinnvolle Arretierung des Anschlusskabels bietet sich die Verwendung der Zowie Camade sicherlich an. Das Maus-Bungee kann einzeln oder als Paket mit verschiedenen Zowie-Mäusen erworben werden. Während das aus mehreren geometrischen Figuren zusammengesetzte Design bei allen Versionen einheitlich ist, unterscheiden sich die Farbvariationen je nach Mausserie. Das in diesem Review vorliegende Exemplar fügt sich nahtlos in das schwarz-gelbe Farbschema der FK1 ein. So hinterlässt das Duo einen harmonischen Gesamteindruck am heimischen Arbeitsplatz. Mit 240 g sorgt die überwiegend aus Kunststoff gefertigte Camade für einen sicheren Stand. Die Vorder- sowie Rückseite des Maus-Bungees besitzen die Form eines nach oben spitz zulaufenden Trapezes. Während die Vorderseite mit einem Herstellerlogo verziert ist, sieht Zowie an der Rückseite eine Kabelführung vor. Die beiden Seitenteile sind in Form eines Dreiecks ausgestaltet und besitzen eine durchgängige, mit gelbem Plastik in Hochglanzoptik ausgeschmückte Öffnung. Der ausfahrbare Arm der Camade ist durch zwei Spiralfedern doppelt entkoppelt. Letztere werden über ein an der Spitze angebrachtes Endstück miteinander verbunden. Dieses sorgt dafür, dass der Arm hochflexibel wird und stets in seine ursprüngliche Position zurückfällt, sollte einmal kräftiger am Mauskabel gezogen werden. Durch die Verwendung eines sehr weichen Kunststoffes am Endstück ist der Durchmesser des Mauskabel nicht auf das der FK1 beschränkt. Neben dem hohen Eigengewicht sorgen vier rundliche Gummifüße für eine zusätzliche Stabilität, sowohl auf weichen als auch harten Unterböden. Der Arm der Zowie Camade kann je nach Nähe zur Maus durch einen Schieberegler an der Rückseite in seiner Höhe zwischen 8,8 cm und 12,6 cm verstellt werden.

Keinen Grund zur Kritik gibt es bei der Verarbeitungsqualität der Zowie FK1. Die Passgenauigkeit der einzelnen Bestandteile des Korpusses sind als hervorragend zu bezeichnen, die sehr niedrigen Spaltmaße allesamt einheitlich. Auch die Oberflächenbeschichtung hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Eine Aussage über zeitliche Abnutzungserscheinungen kann im Rahmen dieses Artikels natürlich nicht getroffen werden. Trotz des sehr leichten Gewichts von gerade einmal 90 g weißt die Maus eine sehr hohe Robustheit auf. Weder ein Zusammendrücken noch ein Verformen des Korpusses lässt die FK1 zu oder wird gar von einem Quietschen begleitet.

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