Fractal Design Node 804

Erstellt am: 27.03.2015 um 14:15 Uhr von Thomas Radigk.

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Testsystem, Montage und Inbetriebnahme

Das Node 804 Gehäuse nimmt zwar maximal ein µATX Mainboard auf; bei der Wahl des CPU-Kühlers oder der Grafikkarte muss sich der Kunde fast nicht einschränken. Für den Pixelbeschleuniger stehen zwischen 290 und 320 mm Platz zur Verfügung, je nach dem ob an der Vorderseite ein Lüfter auf der gleichen Höhe montiert ist oder nicht, womit auch eine Radeon 295X2 mühelos ihren Platz finden kann. Prozessorkühler dürfen maximal 16 cm Höhe aufweisen, womit Boliden wie Phantek's PH-TC14PE bis auf 0,3 mm gerade so hinein passen sollten.

Für diesen Artikel kommt ein neues Testsystem zum Einsatz, welches aus den folgenden Komponenten besteht:

Hardware-Testsystem
Mainboard ASUS A88XM-Plus
Prozessor AMD A8-6600K (Richland, 4x 3,9 GHz)
CPU-Kühler Scythe Iori
RAM

1x GeIL Enhance Corsa 4 GB DDR3-1600 MHz

Grafikkarte AMD Radeon HD 8570D (in der APU)
Festplatte 1x Crucial MX100 (120 GB)
Netzteil Corsair HX-520
Gehäuse Fractal Design Node 804
Gehäuselüfter 1x 120 mm (Vorderseite), 2x 120 mm (Rückseite)
Betriebssystem Windows 8.1 Pro x64

 

 

Für die Montage der 3,5" Festplatte leihen wir uns eine Western Digital Red 3 TB HDD aus dem heimischen NAS aus. Da es dem weiss lackierten Montagerahmen an hilfreichen Führungselementen fehlt, kommt hier keine Begeisterung auf. Beim Einschieben in das Gehäuse zeigt sich schnell, dass es hier beengt zugeht und gewinkelte Kabel empfehlenswert aber nicht zwingend nötig sind, wenn diese vor dem Einschieben angeschlossen werden. Bei dem linken Käfig kann dieser Umstand selbstverständlich nur mit einem sehr langen Netzteil auftreten. Wir wählten diese Position, um den Einfluss der Lüftersteuerung auf die Festplatten feststellen zu können. Nicht benötigte Kabelstränge des Netzteils lassen sich mit den Klettbändern am Gehäuseboden fixieren, sodass sich diese nicht aus Versehen in nachträglich eingesetzten Lüftern an der Vorderseite verfangen und somit die Gehäusebelüftung lahmlegen können.

 

Die SSD des Testsystems bringen wir am Vorderteil an, wo kaum ein Luftstrom zur Kühlung beitragen könnte. Ob hier trotzdem die Gehäuselüfter einen positiven Einfluss haben können, haben wir im Testbetrieb untersucht. Zum Thema Gehäuselüfter bleibt zu sagen, dass es sich bei allen mitgelieferten Exemplaren um das gleiche Modell handelt - ein FD-FAN-SSR2-120. Über den vielen Konformitäts- und Prüfsiegeln gibt Fractal sogar den maximalen Schallpegel von 15 dB(A) an, der bei etwa 1200 Umdrehungen pro Minute erzeugt werden soll. Das hauseigene Modell stammt aus der Silent Series und verfügt über ein hydraulisches Lager für hohe Laufruhe. Leider erzeugten zwei der Modelle bei unserem Testexemplar mal mehr, mal weniger hörbare Lagergeräusche und nur das dritte Exemplar zeigte, wie leise ein Lüfter dieser Reihe wirklich sein kann, nämlich nahezu lautlos.

Das vorbereitete Mainboard mit CPU, Kühler und Arbeitsspeicher können wir leicht in der vorgesehenen Position montieren, denn die Platzverhältnisse sind auf dieser Seite des Gehäuses sehr großzügig gewählt.

Optional bietet das Node 804 die Möglichkeit, Wasserkühlungskomponenten aufzunehmen. Dabei unterscheiden sich die beiden Seiten des Gehäuses nur geringfügig: Auf der Seite des Mainboards lässt sich an der Rückseite ausschließlich ein 120 mm breiter Lüfter oder Radiator montieren, über dem Netzteil darf dieser 20 mm breiter sein. Die Oberseite könnte theoretisch vier Lüfter mit 140 mm Rahmenbreite aufnehmen. Zumindest auf der Seite des Mainboards müssten diese aber auf der Oberseite angebracht werden, denn innen blockieren CPU-Kühler und Arbeitsspeicher die Plätze fast vollständig. Eine Maximalbestückung ist also nicht möglich und Fractal gibt auch nicht anderes an, als das maximal gleichzeitig zwei 120 mm Single-Radiatoren zusammen mit jeweils einem 120 und 140 mm Dual-Radiator verwendet werden können. Die damit erreichbare Kühlleistung sollte bereits ausreichend für die leistungsstärksten Komponenten sein. 

Sind alle Teile verbaut und der PC gestartet, erleuchtet die blaue Power-LED und die weiße, zum Boden ausgerichtete HDD-LED beginnt zu blinken - unauffällig und wohnzimmertauglich. Auf die Geräuschkulisse gehen wir im Folgenden ein.

 

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