anidées AI-07B

Erstellt am: 02.10.2015 um 17:00 Uhr von Thomas Radigk.

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Innerer Aufbau

Im Innenraum finden wir das Zwei-Kammer-Design vor, welches wir auch schon im Node 804 in Augenschein nehmen durften. So bleibt die Seite, in der das Mainboard mitsamt Prozessor, Arbeitsspeicher, Kühler und Erweiterungskarten untergebracht werden weitesgehend frei von eher langweiligen Festplattenschächten. Dennoch bringt der Hersteller zwei davon im oberen Gehäuseteil unter und verdeckt diese auch bei der Variante mit Sichtfenster mit dem Gehäuseseitenteil. Kabeldurchführungen aus Gummi sind zweifach vorhanden und neun Abstandhalter für die Hauptplatine sind ebenfalls montiert - sinnvoll, da der Hersteller kein Werkzeug oder weitere Abstandshalter mitliefert, um hier eine Anpassung vorzunehmen. Die Öffnung auf Höhe des Hauptprozessors ist groß und sollte bei den meisten Kühler/Hauptplatinen-Kombinationen den Wechsel der CPU-Kühlung erleichtern, wäre da nicht der Festplattenrahmen auf der anderen Seite des Gehäuses. Denn um effektiven Zugriff auf diese Öffnung zu haben, muss dieser komplett abgeschraubt werden. Eine einzelne Rändelschraube an dessen leicht zugänglichen Seite erlaubt es den Rahmen etwa wie eine Tür zu drehen, um die Festplatten leichter einsetzen zu können.

Die bereits erwähnte großzügige Lüfterbestückung nimmt einen Großteil der zur Verfügung stehenden Fläche in der Frontpartie ein und erlaubt es dem AI-07B die verbauten Komponenten bei niedriger Lautstärke kühl zu halten. Wie gut das gelingt, haben wir im Praxistest (Testbetrieb und Messungen) festgehalten.

Festplatten können entweder im Käfig hinter dem Prozessor oder oberhalb desselbigen untergebracht werden - es kommen immer die gleichen Halterahmen zum Einsatz, die bei 3,5" Festspeichern auf Schrauben verzichten und gleichzeitig für Entkopplung vom Gehäuse sorgen. Unsere im Test eingesetzte Western Digital Red hat sich nicht unangenehm laut bemerkbar gemacht, was für eine wirkungsvolle Umsetzung spricht. Wer sich nicht scheut, insgesamt acht Schrauben zu lösen, kann die Schienen eines Schachts demontieren und umgekehrt wieder einsetzen - damit kann die Festplatte von der anderen Seite eingeschoben und verkabelt werden, womit sich unter Umständen die Kabelverlegung vereinfacht.

An der Rückseite verrichtet optisch relativ unauffällig ein schwarzer Lüfter seinen Dienst; der Hersteller sieht hier ausschließlich die Montage eines 120 mm Modells vor. Die darunter befindlichen PCI-Slotblenden sind verschraubt und werden zudem von einem Bügel gehalten, welcher über zwei Rändelschrauben an Ort und Stelle gehalten wird. Diese waren bei unserem Testexemplar relativ schief eingeschraubt. Warum anidées mit dieser Umsetzung so gänzlich gar keine Lorbeeren ernten kann, werden wir im folgenden Kapitel noch näher ausführen. Der Platz für den Lüfter am Boden der Mainboardseite besitzt seinen eigenen Staubfilter, der seitlich herausgezogen werden kann. Wer sich die Bodenpartie nochmal genauer ansieht, wird bemerken, dass die Führung dieses Staubfilter nicht durchgängig ist, was das Wiedereinsetzen manchmal zur Geduldsprobe werden lässt.

Werden die vorderen Lüfter in Betrieb genommen, erstrahlt die Front in sattem blau hinter dem Meshgitter. Zwischen der Front, die mit dem unteren Griff einfach abgezogen werden kann, werden die Langlöcher für die Lüfter und der dünne Staubfilter sichtbar. Aufgrund der vielen Bestückungsmöglichkeiten für Ventilatoren in der Front entsteht hier und da eine Lücke, bei welcher der Filter unwirksam bleibt.

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