anidées AI-07B

Erstellt am: 02.10.2015 um 17:00 Uhr von Thomas Radigk.

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Testbetrieb und Messungen

Testsystem 
Gehäuse anidées AI-07B
Mainboard ASROCK Z87 Extreme 4
CPU Intel Core i5 4670K, Quadcore
Ram 2x8 GB G.Skill TridentX DDR3-2400
Grafikkarte AMD Radeon R290X 4096 MB
Netzteil Sea Sonic X-Series X-650 650W
Betriebssystem Windows 8.1 Pro 64bit
Festplatte Samsung SSD 850 EVO 512 GB

Zunächst wurden die mitgelieferten Gehäuselüfter auf ihre Tauglichkeit geprüft. Dazu wird das bereits aus unseren Lüftertests bekannte Verfahren durchgeführt, welches die nachfolgenden Einzeltests beinhaltet:

Anlaufspannung
Häufig wird dieser Punkt mit einem Herunterregeln der Spannung verwechselt. Für Lüfter, die sich im Betrieb problemlos herunterregeln lassen, ist noch lang nicht bewiesen, dass sie auch bei dieser Spannung aus absolutem Stillstand wieder anlaufen. Gemessen wird hier die minimale Anlaufspannung bei horizontaler sowie vertikaler Lage. Für einen gültigen Messwert darf der Lüfter nicht mehr als zwei Startversuche unternehmen. Schafft es ein Produkt nach den genannten zwei Versuchen nicht, komplett anzulaufen, wird die Spannung schrittweise um einen Wert von 0,01 V erhöht. Ermittelt werden die Messwerte über ein Schaltnetzteil der Firma Voltcraft, verifiziert mit einem Voltmeter der Firma PeakTech.

Leistung
Gemeint ist hier die Leistung unter 12 V, 9 V, 7 V und 5 V sowie die dabei erreichten Drehzahlen. Wichtig ist zudem die Einhaltung der herstellerseitigen Angaben inklusive der Toleranzen. Ermittelt werden diese Werte über das Programm HWInfo64 in der Version 4.51.

Lautstärke
Sie ist eine der Hauptfaktoren jedes Lüfters. Getestet werden hier die Lautstärken beim Betrieb mit 12 V, 7 V und 5 V. Störende Schleifgeräusche sowie ein Nichtanlaufen finden ebenfalls Erwähnung (Geräuschcharakteristik). Zu beachten ist allerdings, dass Lautstärkemessungen prinzipiell auf subjektiver Basis stattfinden und auch dementsprechend als solche bewertet werden.

Die beiden Lüftermodelle besitzen trotz des doch stark unterschiedlichen optischen Auftritts die gleiche Bezeichnung: "AV12025". Aus dieser können wir augenscheinlich entnehmen, dass es sich um 120 mm Rahmenbreite bei 25 mm Einbautiefe handelt und somit gängigen Standard darstellt. Bei der Leistungsaufnahme gibt es jedoch einen massiven Unterschied, denn der LED Lüfter nimmt mit 250 mA mehr als doppelt so viel Leistung auf wie der schwarze Lüfter, der nicht mit LEDs ausgestattet ist. Bei anliegenden 12 V und allen vier LED Lüftern in Betrieb werden also 12 W für Beleuchtung und Belüftung im Vorderteil eingesetzt, wogegen die 1,44 W im hinteren Gehäuseteil geradezu vernachlässigbar sind. In der Form der Lüfterblätter oder im Rahmen finden wir keine genauso keine Unterschiede wie in den meisten Tests zur Anlaufspannung. Lediglich der LED-Lüfter scheint stehend erst bei 5 V seinen Dienst verrichten zu wollen - die LEDs beginnen schon bei etwas mehr als 2 V leicht zu leuchten.

  anidées AV12025 (schwarz)
anidées AV12025 (transparaent, LED)
Anlaufspannung 3,5 V 5,0 V
minimale Betriebsspannung 3,5 V 3,5 V

Die maximale Drehzahl der blau beleuchteten LED-Lüfter liegt bei 1083 U/min, wohingegen der schwarze Lüfter maximal 1123 U/min in unserem Test erreichte. Die dabei entstehende Geräuschkulisse ist aber nur durchschnittlich gut. Trotz des stark wahrnehmbaren Luftrauschens ist auch ein Nebengeräusch des Lagers stets gegenwärtig und lässt erst bei weniger als 7 V nach. Von den Nebengeräuschen abgesehen kann ein einzelner Lüfter im Bereich zwischen 3,5 und etwa 10 V durchaus als leise bezeichnet werden.

Produkt Spannung Umdrehungen Subjektiver Eindruck Lager-/Laufgeräusche, Bemerkung
anidées AV12025 (schwarz) 12 V 1123 U/min hörbar hörbares Lagergeräusch, starker Luftdurchsatz
anidées AV12025 (schwarz) 9 V 1037 U/min leise hörbares Lagergeräusch
anidées AV12025 (schwarz) 7 V 830 U/min leise hörbares Lagergeräusch
anidées AV12025 (schwarz) 5 V 670 U/min Unhörbar leise -
anidées AV12025 (transparent, LED) 12 V 1039 U/min hörbar hörbares Lagergeräusch, starker Luftdurchsatz
anidées AV12025 (transparent, LED) 9 V 959 U/min leise hörbares Lagergeräusch
anidées AV12025 (transparent, LED) 7 V 763 U/min leise hörbares Lagergeräusch
anidées AV12025 (transparent, LED) 5 V 615 U/min Unhörbar leise -

Im Zweiten Testabschnitt untersuchen wir die Leistung des eingebauten Kühlsystems, welches aufgrund der vier Lüfter im vorderen Teil des Gehäuses großes Potenzial besitzt. Als Testszenario für den Last-Betrieb setzen wir erneut auf den 3D Mark Firestrike Extreme, der im Fenster den kombinierten Test ausführt und so gleichmäßig für eine spieleähnliche Last auf CPU und GPU sorgt. Da es sich in der Vergangenheit als hilfreich erwiesen hat, die Lüfter bei den gleichen Drehzahlen zu verwenden, wie in den oben gezeigten Tabellen, können Leistung und Lautstärke in Relation gesetzt werden. Lediglich bei 7 V Betriebsspannung lässt sich ein Unterschied zwischen einem und vier Lüftern deutlich ausmachen, denn hier ist die Gruppe insgesamt gut hörbar, wohingegen beim Einzeltest eine auch für Liebhaber eines leisen Computersystems angenehme Geräuschkulisse entsteht. Die folgenden Diagramme zeigen die Ergebnisse unseres Test mit dem verwendeten Testsystem mit einer Besonderheit: Beim Phanteks CPU-Kühler ist nur ein Lüfter montiert, der mit voller Drehzahl betrieben wird. Die Lüfter des Arctic Accellero Xtreme IV arbeiten bei 1750 U/min. Der Hauptprozessor wurde zudem auf 4,5 GHz übertaktet.

Wenig überraschend fällt der Test im Ruhezustand aus. Leichte Tendenzen, dass sich die erhöhte Betriebslautstärke auch positiv auf die Temperatur der Komponenten auswirkt, sind dennoch erkennbar. Bei den Festplatten zeichnet sich zudem der Trend ab, dass die Festplatte im Käfig hinter der Hauptplatine etwas wärmer wird, als der Zwilling im oberen Gehäuseteil.

Unter Belastung fällt das Ergebnis fast gleichermaßen aus, denn lediglich die GPU der Grafikkarte kann hier von den erhöhten Drehzahlen der Gehäuselüfter profitieren und bleibt mit 79 zu 86°C ganze sieben Grad kühler, wenn die Ventilatoren auf voller Leistung kühle Luft in das Gehäuse pressen. Die Datenspeicher bleiben auf nahezu dem gleichen Temperaturniveau und unbeeindruckt von dem starken Luftfluss. Gleiches gilt für Prozessor und Solid-State-Drive, die sich lediglich bei voller Gehäuselüfterleistung sich zwei bis fünf Kelvin weniger stark erwärmen. Insgesamt hinterlässt die Kühlung hier eine gute Figur und kann sämtliche Komponenten leicht in Schach halten. Wir empfehlen hier den Betrieb bei geringen Drehzahlen, da der entstehende Geräuschpegel bei höheren Drehzahlen in keiner Relation zur Leistung steht.

 

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