Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min

Erstellt am: 28.07.2012 um 10:30 Uhr von Kai Tubbesing.

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Mit Nanoxia meldet sich einer der wenigen deutschen Entwickler für PC-Komponenten im Bereich Luftkühlung nach längerer Ruhephase mit einer Reihe neuer Produkte und Ankündigungen auf dem Markt zurück. Bekannt geworden ist der Hersteller vor allem durch die 2007 veröffentlichte Nanoxia FX-Lüfterserie mit ihrer charakteristischen grün-schwarzen Farbgebung, die durchweg gute Kritiken seitens der Presse sowie Nutzer für sich verbuchen konnte und dem Hersteller den Ruf einbrachte, besonders laufruhige Lüfter mit hochwertigen Lagern für den Einsatz im Silent-Bereich herzustellen. Nach der daran anknüpfenden Ausweitung der Produktion auf weitere Artikel im Bereich Kühlung sowie den sehr langsam drehenden DX-Lüftern wurde es vorübergehend still um Nanoxia. Das Jahr 2012 kommt daher einem Relaunch der Marke gleich und bietet neben diversen bereits angekündigten Gehäusen auch ein Sortiment an Kabelsleeves sowie mit den Nanoxia FX Evo eine neue Serie an Lüftern, die mit einer Rahmenbreite von 120 und 140 mm mit unterschiedlichen Drehzahlen sowie wahlweise als PWM-Lüfter oder mit einer mitgelieferten Lüftersteuerung angeboten werden – ein solches Exemplar der FX Evo Reihe begrüßen wir heute auf unserem Prüfstand. Unser Testexemplar verfügt über eine Rahmenbreite von 120 mm, eine Drehzahl von 1000 U/min bei 12 V und sticht nicht nur durch eine garantierte Mindestlaufspannung von 3,5 V, sondern auch durch eine Garantiezeit von 10 Jahren hervor. Ob die FX Evo Reihe an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen kann, möchten wir im Folgenden klären - zu diesem Zweck haben wir keine Mühen gescheut und testen in einem speziellen Video-Testdurchlauf sogar unter Wasser. Vorhang auf für den Kandidaten!


Spezifikationen & Lieferumfang

Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min
Abmessungen 120x120x25 mm
Lagertyp Nanoxia Nano Technology Lager
Umdrehungsgeschw. (+/- 10%) 300-1000 U/min
Betriebsspannung 3,5 - 12 V
Stromstärke max. 0,05 A
Stromverbrauch max. 0,6 W
Volumenstrom 36,8 - 64,3 m3/h
Statischer Druck 0,4 - 0,92 mm H2O
Geräuschentwicklung 8,3 - 16,2 db(A)
Kabellänge 500 mm
Anschluss 3-Pin
MTBF 150.000 h
Garantie 10 Jahre
Besonderheiten
Abnehmbarer Rotor
Lieferumfang

PCI-Lüftersteuerung (3,5 - 12 V)
Befestigungsschrauben
Vibrationshemmer
Technische Dokumentation

Preis (Stand: 07/2012)
ab 11,22 €

Der Lieferumfang des uns zum Test vorliegenden Modells der neuen Nanoxia FX Evo-Serie umfasst eine Lüftersteuerung für den PCI-Slot (IFC = „Intelligent Fan Controller“), die mit einem ungewöhnlich großen Regelbereich von 3,5 – 12 V aufwarten kann und mittels derer sich die Drehzahl laut Herstellerangabe auf bis zu 300 U/min absenken lässt. Wem die angegebenen Werte nicht ausreichen, kann alternativ auf leistungsstärkere, aber damit automatisch auch lautere 120 mm Modelle mit 1300 beziehungsweise 1600 U/min zurückgreifen. Wer statt des über den IFC gesteuerten Lüfters ein PWM-Modell bevorzugt, dem stehen entsprechende Versionen mit 1000 und 1500 U/min zur Verfügung. Schließlich rundet Nanoxia das Angebot durch zwei 140mm Lüfter mit IFC und je 1000 oder 1500 U/min ab.

Das hier getestete 120 mm Modell mit 1000 U/min eignet sich dank der mitgelieferten Lüftersteuerung besonders für den Einsatz in Systemen, bei denen es vor allem auf eine Minimierung der Geräuschentwicklung ankommt - wird der Lüfter über den IFC heruntergeregelt, arbeitet er nahezu lautlos. Als zusätzliche Argumente für die Silenttauglichkeit des Produkts kann der Hersteller den ausbalancierten Rotor zur Minimierung von Eigenvibrationen sowie das spezielle Nanoxia Nano Technology Lager anführen, mit dem man schon in den vorangehenden Lüfterserien bekannterweise gute Ergebnisse erzielen konnte.

Der bei voller Drehzahl geförderte Volumenstrom von 64,3 m³/h bzw. der erzeugte statische Druck von 0,92 mm H2O sollten für die meisten Einsatzszenarien ausreichen; beim Einsatz auf kleinen 120 mm Radiatoren aus beispielsweise Komplett-Wasserkühlungs-Sets für Prozessoren raten wir allerdings zu den schneller drehenden Modellen der Nanoxia FX Evo Reihe. Der niedrige Stromverbrauch von deutlich unter einem Watt ermöglicht es, mehrere Lüfter selbst am Kanal einer Lüftersteuerung zu betreiben, wenn dieser nur über eine sehr geringe Grundleistung verfügt.

Positiv von der Konkurrenz absetzen kann man sich nicht nur durch den abnehmbaren Rotor, der eine einfache Reinigung unter fließendem Wasser ermöglicht, sondern vor allem auch durch die insgesamt zehnjährige und somit aktuell einzigartige Herstellergarantie. Der Lieferumfang umfasst neben dem IFC, der in den PCI-Slots am Gehäuse verschraubt werden kann, eine technische Dokumentation sowie Befestigungsmaterial – hier kann der Käufer wahlweise auf vier reguläre Madenschrauben oder aber vier grüne, entkoppelnde Befestigungselemente (Vibrationshemmer) zurückgreifen.

Das Verpackungsdesign orientiert sich an der für Nanoxia typischen FarbgebungLüfter samt Zubehör ruhen in einem PlastikeinschubDie mitgelieferten Vibrationshemmer sind ebenfalls giftgrün


Technologien

Die Nanoxia FX-Serie zeichnet sich, wie es im höherpreisigen Bereich zum guten Ton gehört, durch eine ganze Reihe zum Einsatz kommender spezifischer Optimierungen und patentierter Technologien aus. Diese sind zwar nicht direkt für uns überprüfbar, sollen an dieser Stelle im Sinne einer ganzheitlichen Berichterstattung dennoch Erwähnung finden. Immerhin kann im Praxisteil überprüft werden, ob Nanoxia die mit diesen Technologien einhergehenden Qualitätsversprechen einhalten kann.

Nanoxia Nano Technology Lager
Wie schon bei der ursprünglichen FX-Serie besteht auch das Lager der neuen FX Evo Reihe aus einem speziellen Kunststoff aus dem Bereich der Nano-Technologie. Dank der daraus resultierenden Nano-Oberflächenstruktur arbeitet das Lager schmierstofffrei, besonders abriebarm und ist vor dem Eindringen von Fremdstoffen wie Staub (sofern ihre Größe einen Nanometer überschreitet) geschützt.

ECO Traction
Unter „ECO Traction“ versteht der Hersteller Optimierungen, die zu einer Verringerung der Stromaufnahme des Nanoxia FX Evo führen. Neben dem generell geringeren Reibungswiderstand des Lagers sorgt hierfür vor allem der Lüftermotor mit der Eigenschaft, schon bei sehr geringen Spannungen anzulaufen und den Lüfter mit wenig Kraftaufwand drehen lassen zu können.

Makrolon® Rahmen und Rotoren
Makrolon®, ein von Bayer seit 1953 vermarktetes Polykarbonat, gilt als leichter sowie besonders bruchfester, widerstandsfähiger Kunststoff und kommt als Werkstoff für die Herstellung der Rahmen und Rotoren der Nanoxia FX-Lüfter zum Einsatz.

Ausbalancierte Rotoren
Durch das Ausbalancieren der Rotoren mittels intern angebrachter Gewichte möchte Nanoxia eine besondere Laufruhe (Vibrationsarmut) sowie eine überdurchschnittliche Lebensdauer des eigenen Produkts gewährleisten. Die Rotoren werden feingewuchtet und auf eine Fertigungstoleranz von unter 0,2 mm geprüft.

Intelligent Fan Control (IFC)
Die unserem Testmodell beiliegende, manuell zu betätigende Lüftersteuerung für den PCI-Slot ermöglicht einen problemlosen Betrieb der Nanoxia FX Lüfter ab ca. 3,5 V. Zum Zeitpunkt des Anlaufens des Lüfters wird die Spannung kurzzeitig durch den IFC angehoben und dann auf den niedrigen, manuell gewählten Wert abgesenkt.


Nanoxia FX Evo 120 mm 1000 U/min IFC im Detail

Bei der Farbgestaltung der neuen FX Evo Reihe setzt Nanoxia auf Kontinuität - der Rotor ist weiterhin im markentypischen, auffälligen Grün gehalten, der Rahmen in einem leicht transparenten Dunkelgrau. Der Lüfterrahmen ist an den vier Aufnahmelöchern für das Befestigungsmaterial in Form von wahlweise Madenschrauben oder entkoppelnden Gummistiften unterbrochen, wodurch sich der Lüfter als voll kompatibel zu allen Arten von alternativen Vibrationshemmern zeigt. Bedingt durch den im Vergleich zu Lüftern anderer Hersteller etwas dünneren Rahmen aus Makrolon bringt das aktuelle Modell von Nanoxia mit seinen circa 100 Gramm auch einige Gramm weniger auf die Waage als die Konkurrenz, allerdings reden wir hier von einer Größenordnung, die sich zwischen 10 und 50 Gramm bewegt.

Laufruhig, gut verarbeitet und durchaus ansehnlich präsentiert sich die neue Nanoxia FX ReiheAn der Rückseite ist die Modellbezeichnung zu erkennen - hier handelt es sich um einen FX12-1000Das Rahmendesign sorgt für ein paar Gramm Gewichtsersparnis

Positiv hervorzuheben ist das bereits ab Werk blickdicht gesleevte (d.h. mit einem Gewebeschlauch ummantelte) Lüfterkabel, an dessen beiden Enden jeweils ein großes Stück Schrumpfschlauch verwendet wurde, um ein Verrutschen der schwarzen Ummantelung zu verhindern; zudem schließt der Schrumpfschlauch nahezu bündig mit dem 3-Pin-Stecker bzw. am Rahmen des Nanoxia FX Evo ab. Die sonstige Verarbeitungsqualität ist gut - scharfe Kanten oder unerwünschte Produktionsrückstände sind in dieser Preisklasse allerdings auch nicht wirklich zu erwarten.

Die Kabelummantelung ist blickdicht, und zwar vom Lüfter...... bis zum Stecker

Gleiches gilt übrigens auch für die Kabel an der mitgelieferten Lüftersteuerung, von denen eins zum Anschluss des Lüfters selbst und das anderen zum Anschluss an beispielsweise die Anschlüsse auf dem Mainboard dient, wodurch es dem Anwender ermöglicht wird, die Drehzahl trotz der Verwendung des Intelligent Fan Controllers weiterhin problemlos auslesen zu können. Ein Blick auf das Innenleben des IFCs zeigt die kleine Platine, die für die Regelung der Belüftung verantwortlich ist und mittels derer auch die kurzzeitig erhöhte Startspannung bereitgestellt wird.

Für die Montage in einem PCI Slot ist der mitgelieferte IFC vorgesehenHier der Blick auf die ausgebaute Steuerplatine von vorn...... und die Ansicht von hinten. Man erkennt auch hier den großtügigen Einsatz von Schrumpfschlauch, der ein Verrutschen des Sleeves verhindert.

Als besonders erfreulich erweist sich die Tatsache, dass sich der Rotor zwecks Reinigung komplett abziehen lässt - wie bereits erwähnt, ermöglicht dies die Reinigung unter fließendem Wasser und erspart dem Anwender somit gegebenenfalls die Notwendigkeit eines Ausbaus, um alle zu säubernden Bereiche mit einem Pinsel, Q-Tip oder ähnlichen Utensilien erreichen zu können.

Der Rotor lässt sich mit etwas Kraftaufwand vom Antrieb abziehen, ...... wodurch sich die Bauteile erheblich leichter reinigen lassen.


Praxistest: Testmethoden

Unser Praxistest unterteilt sich in drei Bereiche: Anlaufspannung, Leistung (Drehzahl) und Lautstärke.
Die Basis für den Test bildet die Aqua Computer Aquaero 5 LT Lüftersteuerung, die es uns erlaubt, Spannungen und Drehzahlen zu überwachen und präzise einzustellen.

Anlaufspannung & minimale Betriebsspannung
Die Anlaufspannung bezeichnet die geringste benötige elektrische Spannung, um den Lüfter aus dem absoluten Stillstand in Bewegung zu setzen und ist zu unterscheiden von der minimalen Betriebsspannung, welche den Wert angibt, bis zu dem sich ein bereits laufender Lüfter herunterregeln lässt, ohne zum Stillstand zu kommen. Für einen gültigen Messwert muss das Testobjekt spätestens beim zweiten Startversuch anlaufen. Mit dem Aquaero 5 LT gehen wir dabei in Abständen von 0,1 V vor.

Leistung
Da es sich bei unserem Testmodell um einen Nanoxia FX Evo mit IFC handelt, verfügt der Lüfter über einen 3-Pin Anschluss  (PWM-Modelle mit 4-poligem Anschluss sind ebenfalls verfügbar, jedoch nicht Gegenstand unseres Tests) und lässt sich somit über allein über die ihm zugeführte elektrische Spannung regeln. Die hier ermittelten Drehzahlen zwischen 0-12V halten wir in einem Diagramm fest, um einen Eindruck von der Skalierung mit der Spannung zu liefern.

Lautstärke
Die Lautstärkemessung erfolgt in Form einer subjektiven Beurteilung durch den Redakteur. Im Gegensatz zu einem Vorgehen, das sich allein auf die Angabe von Messwerten in db(A) beschränkt ist es so viel leichter möglich, auf die Geräuschcharakteristik an sich einzugehen. Nähmen wir verschiedene unterschiedlich aufgebaute und optimierte Lüfter und betrieben diese bei jeweils 800 U/min, so würde sich zeigen, dass die messbare Lautstärke der einzelnen Modelle sich viel weniger unterscheidet als die Charakteristik (Frequenz) des Geräusches an sich. Zudem wird in diesem Testabschnitt besonderer Wert auf die Überprüfung von möglichen Lagergeräuschen oder Eigenvibrationen aufgrund möglicher Unwuchten gelegt.


Praxistest: Ergebnisse

Anlaufspannung & minimale Betriebsspannung
Beide Werte ermitteln wir durch den Einsatz einer Aqua Computer Aquaero 5 LT Lüftersteuerung, die sowohl das Ansprechen der Lüfter mit exakten Spannungswerten, als auch das Auslesen der Drehzahl ermöglicht. Folgende Werte konnten wir für die Anlaufspannung (also den Spannungswert, bei dem der Lüfter aus dem absoluten Stillstand anläuft) und die Betriebsspannung (den Wert, auf den der Lüfter sich im Betrieb minimal herunterregeln lässt, ohne stehen zu bleiben) ermitteln. Allerdings gilt diesbezüglich zu beachten, dass sich die ermittelten Werte bei identischen Produkten oft erheblich unterscheiden können - da uns Nanoxia jedoch gleich drei Exemplare des Lüfters zur Verfügung gestellt hat, können wir immerhin sagen, dass die Ergebnisse auch bei allen dreien identisch waren, was für eine Fertigung mit geringen Toleranzwerten oder aber auch eine gute herstellerseitige Qualitätskontrolle spricht. Zu beachten ist, dass der Startspannungswert bei Verwendung des mitgelieferten IFCs obsolet wird - wie bereits angemerkt, hebt dieser die Spannung beim Lüfterstart kurzfristig an. Somit ist ein Anlaufen aus dem Stand auch beim geringsten einzustellenden Wert möglich.

Produkt gemessene Anlaufspannung minimale Betriebsspannung
Nanoxia FX Evo 120 mm 1000 U/min IFC

4,2-4,3 V (stehend)

4,1 V (liegend)

2,0 V (stehend)

2,0 V (liegend)

Die Startspannung von 4,2 - 4,3 (stehend) bzw. 4,1 V (liegend) ist ein guter Wert und liegt deutlich unter der kritischen 5 V - Grenze, an der viele Lüfter scheitern. Bei Nutzung des IFCs läuft der Lüfter allerdings auch bei eingestellten 3,5 V an. Die niedrigste mögliche Betriebsspannung von 2,0 V ist demgegenüber sogar als herausragend zu bezeichnen - vor allem unter Beachtung der Tatsache, mit welch geringer Drehzahl der Lüfter hier ans Werk geht und das, ohne dabei in irgendeiner Form unrund zu laufen, was wiederum eine deutliche Sprache hinsichtlich der positiv hervorzuhebenden Fertigungsqualität des Lagers spricht: Bei 4,2 V liegt die Drehzahl bei gemessenen 300 U/min, bei der minimalen Betriebsspannung sogar bei sensationellen 100 U/min!

 

Leistung & Lautstärke

Spannung Produkt Umdrehungen Subjektiver Eindruck Lager-/Laufgeräusche, Bemerkung
12 V Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min 1012 U/min hörbar hörbares, aber akzeptables Luftrauschen
9 V Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min 763 U/min noch wahrnehmbar leichtes Luftrauschen
7 V Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min 578 U/min sehr leise kaum wahrnehmbares Luftrauschen
5 V Nanoxia FX Evo 120 mm IFC - 1000 U/min 388 U/min unhörbar leise Luftrauschen nahezu unhörbar (siehe Drehzahl)

Der Nanoxia FX Evo macht in allen Drehzahlbereichen eine wirklich gute Figur - hörbar ist allein das Luftrauschen und dieses befindet sich jeweils im üblichen Rahmen der jeweiligen Drehzahl. Vibrationen konnten wir bei keinem Testdurchlauf feststellen, was jedoch angesichts der bereits positiv hervorgehobenen Verarbeitungsqualität des Lagers auch nicht anders zu erwarten war. Schleifgeräusche glänzen ebenso durch ihre völlige Abwesenheit. Direkt mit dem Ohr am Lüfter ist zwar bei voller Umdrehungszahl bei 12 V noch ein leichtes Antriebsgeräusch wahrzunehmen, das bei abgesenkter Spannung weiter abnimmt - dies ist jedoch keinesfalls als Störgeräusch auszumachen und soll an dieser Stelle lediglich der Vollständigkeit halber Erwähnung finden - bei einem im Gehäuse verbauten Lüfter sollte es überhaupt nicht wahrgenommen werden.

Aufgrund der sehr niedrigen möglichen Betriebsspannung und der daraus resultierenden breiten Drehzahlkurve lassen sich für den getesteten Nanoxia FX Evo sehr gute Ergebnisse festhalten, die mit einem Wert zwischen knapp unter 100 bis knapp über 1000 U/min im Luftkühlungsbereich sowohl Anhänger größtmöglicher Stille als auch Power-User mit dem Wunsch nach einem dennoch leisen System zufriedengestellen können. Gemessen wurde in 0,2 V Schritten. Hier zeigt sich gegenüber der Herstellerangabe eine leichte Abweichung der möglichen Drehzahl bzw. deren Skalierung mit der Spannungszufuhr nach unten - was dem FX Evo allerdings erneut zu besseren Laufeigenschaften verhilft als denen, mit denen er beworben wird: Bei der für den Intelligent Fan Controler angegebenen Betriebsspannung von 3,5 V würde er nämlich nicht mit den angegeben 300 U/min, sondern mit unter 250 U/min drehen, während die volle Betriebsgeschwindigkeit bei 12 V mit 1000 U/min der Herstellerspezifikation entspricht. Die ansonsten tolerierte Abweichung von 10 % konnten wir bei keinem unserer drei Testexemplare festhalten - alle liefen mit maximal 1-2 % über 1000 U/min. Auch für diese Werte gilt, dass wir sie bei allen drei Testexemplaren nahezu identisch gegenmessen konnten.

In einer abschließenden Überprüfung des Regelbereichs des mitgelieferten IFCs ittels eines Multimeters konnten wir mit ermittelten Werten zwischen 3,6 und 11,4 V geringe Abweichungen von den Herstellerangaben feststellen, die sich jedoch angesichts der oben aufgezeigten Skalierung der Drehzahl mit den anliegenden Spannungen kaum auswirkt und die maximale Drehgeschwindigkeit des Lüfters von 1000 auf etwa 950 U/min absenken lässt.

 

Nanoxia FX Evo im Extremtest unter Wasser

Nun wird es absolut extrem! Wir lassen den Nanoxia FX Evo in einerm speziell für ihn ausgetüftelten Hardware-Factory-Extrem-Enten-Test unter Wasser gründeln und schauen, ob er diesen nicht gerade artgerechten Haltungsbedingungen standhalten kann. [Der Lüfter ließ sich übrigens nach dem Testdurchlauf und einer kurzen Trockungsphase problemlos weiterverwenden und blieb physisch wie psychisch nachweislich absolut unversehrt - Anm. d. Verf.].


Fazit

Das Gesamtpaket, das Nanoxia mit den 120 mm FX Evo Lüftern mit IFC abliefert,  ist für derzeit nur wenig mehr als 11,-€ sehr, sehr gut. Im Test zeigte unser Modell mit seinen 1000 U/min keinerlei Schwächen und konnte vor allem durch die niedrigste bislang von uns gemessene Drehzahl von knapp 100 U/min bei gerade einmal 2,0 V Betriebsspannung überzeugen. Eine Startspannung von 4,2 - 4,3 V (stehend) bzw. 4,1 V (liegend) ist zudem als guter Wert anzusehen, zumal bei Verwendung der mitgelieferten Lüftersteuerung dank kurzzeitig angehobener Startspannung direkt ein Betrieb bei von uns gemessenen 3,6 V und etwa 250 U/min (und damit sogar noch unterhalb der Herstellerangabe) möglich war, während bei vollen 12 V der angegebene Maximalwert von 1000 U/min von allen drei Testexemplaren sehr genau eingehalten wurde. Überhaupt lässt sich aus der Tatsache der wirklich nahezu identischen Testwerte aller Testexemplare schließen, dass es bei Nanoxia keine nennenswerte Serienstreuung zu geben scheint und alle Lüfter auf dem gleichen, hohen Niveau arbeiten: Vor allem der runde Lauf und die damit einhergehende Laufruhe, die für alle Drehzahlbereiche festgestellt werden konnten, verleihen dem FX Evo seine Eignung zum Einsatz in Szenarien, die nach besonders leisen Luftkühlungsmaßnahmen verlangen.

Die enorme Spannungsbreite, bei der sich die Nanoxia FX Evo betreiben lassen, ist ebenso als ein Alleinstellungsmerkmal hervorzuheben wie die beachtliche Garantiezeit von 10 Jahren. Nimmt man noch das angesichts des mitgelieferten IFCs mit seinem für eine solche Lösung außergewöhnlich hohen Regelbereich der von uns gemessenen 3,6 - 11,4 V gute Zubehör hinzu, vergeben wir aufgrund der hervorragenden Eigenschaften des getesteten FX Evo mit IFC unseren Gold- sowie Silent-Award.

 

 


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