Crucial Ballistix Elite DDR3-1866 CL 9 Kit (2x8 GB) - Praxistest: Ergebnisse und Overclocking

Erstellt am: 19.08.2012 um 09:30 Uhr von Kai Tubbesing.

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Praxistest: Ergebnisse und Overclocking

Die Screenshots von CPU-Z sowie Aida64 zeigen zunächst die im SPD-EEPROM hinterlegten Werte und Kennungen einschließlich des erweiterten XMP-Profils gemäß der aktuellen Spezifikation in der Version 1.3. Alle hier hinterlegten Einstellungen arbeiten korrekt bei 1.5 V VDIMM, das XMP-Profil wird ohne Probleme vom Mainboard unserer Teststation übernommen. Auf den ersten Blick nicht direkt ersichtlich, aber bei genauerem Hinsehen dennoch auf dem Aida64 Screenshot zu erkennen ist die ebenfalls durch die Aktivierung des XMP-Profils ausgelöste Anhebung der Spannung des integrierten Speichercontrollers unseres Testprozessors (QPI/VTT Spannung) auf 1,3 V. Ebenfalls zu erkennen sind die deutlich entschärften Werte, der im XMP-Profil hinterlegten Subtimings. Jedoch umfasst das Profil lediglich die garantierten Mindestwerte zum einwandfreien Betrieb des Produkts, somit verbleibt hier gerade für den versierten Anwender viel Spielraum, um noch einmal deutlich mehr Leistung aus seinem Speicherkit herauszuholen - einen Vergleichswert dazu führen wir im Benchmarkparcours auf: Bei DDR3-1866 war nämlich auch der stabile Betrieb mit den deutlich schärferen, außerhalb des XMP-Profils im SPD-EEPROM hinterlegten Werten möglich, die bei deaktiviertem Profil und manuell eingestellten 1866 MHz automatisch wie folgt erkannt wurden:

Subtimings 16 GB Crucial Elite DDR3-1866 CL 9
  tRC tRRD tWTR tWR tWTP tWL tRFC tRTP tFAW CR

DDR3-1866
XMP Profil an

47
6 7 14 26 8 2821 7 28 2

DDR3-1866
XMP Profil aus

33 4 5 10 22 8 200 5 20 1

1Dieser Wert konnte auf unserem Gigabyte Z68XP-UD4 nicht eingestellt werden, der Test lief daher mit dem maximal möglichen tRFC-Wert von 255 ab.

 

DDR3-1600 Betrieb

Bei 1,5 V konnten wir die Haupttimings (tCL-tRCD-tRP-tRAS) problemlos bis auf 7-7-8-16 bei einer Command Rate von 1T absenken. Überrascht waren wir in diesem Zusammenhang angesichts der Tatsache, dass sich durch eine Spannungserhöhung auf 1,65 V keine besseren Timings einstellen lassen wollten.

 

DDR3-1866 Betrieb und Undervolting

Die im XMP-Profil hinterlegten Werte ließen sich auch bei einer auf 1,4 V reduzierten Spannung problemlos und stabil einsetzen. Bei den vorgesehenen 1,5 V war lediglich eine geringfügige Verbesserung auf 9-9-8-20 1T möglich, während wir die Timings bei vollen 1,65 V immerhin auf 8-8-9-18 1T absenken konnten. Bei Haupttimings von 9-9-9-27 1T konnten wir immerhin selbst bei 1,5 V die Subtimings gemäß der oben aufgeführten Tabelle gegenüber den im XMP-Profil hinterlegten Werten erheblich absenken.

 

DDR3-2133 Betrieb mit maximaler Übertaktung, Temperaturentwicklung

Bei 1,65V und 2133 MHz konnten sehr gute Haupttimings von 9-9-10-20 eingestellt werden - allerdings nur bei einer auf 2T abgesenkten Command Rate. Gerade diese Maximalwerte wurden von uns ausgiebig auf einen stabilen Betrieb hin getestet. Ein Absenken der Subtimings im selben Rahmen wie im Falle des Betriebs bei DDR3-1866 war (was auch durchaus zu erwarten war) nicht mehr möglich, sodass die Benchmarkergebnisse hier auf den etwas schwächeren Subtimings des XMP-Profils beruhen.
Selbst bei den maximalen von uns getesteten Einstellungen wurden die beiden Arbeitsspeichermodule laut der im folgenden noch näher vorgestellten Software nach über einer Stunde Prime95 Blend bei einer Raumtemperatur von ungefähr 24 °C nicht wärmer als 45,5 °C, sodass sich ein DeltaT von 21,5 Grad ergibt.

Übersichtstabelle Übertaktung
Taktung Spannung Latenzen
DDR3-1600 1,5 / 1,65 V 7-7-8-16 1T
DDR3-1866 1,5 V 9-9-8-20 1T
DDR3-1866 1,65 V 8-8-9-18 1T
DDR3-2133 1,65 V 9-9-10-20 2T

Der Vollständigkeit halber möchten wir an dieser Stelle anmerken, dass das Mainboard gegenüber den im BIOS eingestellten Spannungswerten für die Speichermodule laut Aida64 bei 1,4 V (1,404 V) sowie 1,65 V (1,656 V) minimal mehr Spannung anlegte als eingestellt.

Anmerkung: Für die erreichten Werte kann keinerlei Garantie übernommen werden, da diese von Speicherkit zu Speicherkit divergieren können und von zahlreichen Faktoren wie der Qualität der Module und Speicherchips oder des in der CPU integrierten Speichercontrollers abhängig sind.

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