The Cre8or SAGE / GPU SAG-Eliminator - Vorstellung und Test

Erstellt am: 11.12.2018 um 18:17 Uhr von Thomas Radigk.

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Vorstellung und Test

 

Schlicht und funktional kommt der SAGE in einem schwarzen Karton, der vorne ein Emblem von "CRE8OR" und rückseitig Produktbezeichnung (SAGE) und Hersteller (Caseking in Verbindung mit Ali Abbas) trägt. Das Gewicht lässt vermuten, dass der SAGE aus Kunststoff gefertigt ist, und somit kaum zum Gesamtgewicht des damit ausgestatteten PCs beitragen wird. Zum Öffnen muss der Finger am besten unter der langen Seite den inneren Karton greifen, um beide Teile voneinander zu trennen, denn Griffmulden wurden nicht berücksichtigt.

Am geöffneten Karton ist dann zu erkennen, wie Caseking verhindert hat, dass der SAGE in der Verpackung klappert und womöglich durch den Produkttransport zerkratzt. Ein sogenanntes Shadowboard (ein passgenauer Zuschnitt von Schaumstoff) hält jedes Teil stramm an seinem Platz. Hier sind diesmal auch Griffmulden vorhanden und erleichtern das Entnehmen. Dennoch sitzt der Sage so stramm im Shadowboard, dass dies eine kleine Herausforderung darstellt. Dies ist der hohen Präzision geschuldet, so dass von "sitzt, wackelt und hat Luft" eigentlich nur noch "sitzt" zutrifft. Entnommen werden können bis zu vier Teile, wovon eines der Dekoration dient und keinen praktischen Nutzen bietet. Alle anderen Teile müssen ohne jegliche Anleitung zusammengesetzt werden, wobei das rechteckigen Teil der Verriegelung vom SAGE dient (dazu gleich mehr).

Der Hauptbestandteil von SAGE sind zwei längliche Teile aus Kunststoff (Acrylglas) mit einer gezahnten Oberfläche, die ineinandergreifen müssen. Bereits nach dem Zusammenstecken beider Teile lässt sich kaum eine Längenjustierung durchführen, wohl aber neigen beide Teile dazu, sich auseinander zu drehen, während sie in der Hand gehalten werden. Hier kommt das viereckige Kunststoffteil zum Einsatz, dass über das dünne Ende des SAGE auf das breitere Teil geschoben wird und so beide Teile zusammendrückt. Danach lässt sich auch mit hohem Kraftaufwand keine Veränderung der Längeneinstellung mehr vornehmen, so dass bei der Montage dies als letzter Schritt durchgeführt werden muss. Im folgenden Teil widmen wir uns dem Praxistest und können glücklicher Weise den SAGE in zwei Anwendungsszenarien testen.

Wirkung an einer Grafikkarte mit Backplate

Im ersten Teil unseres Tests verwenden wir den SAGE um das Ende einer Gainward Phoenix Geforce RTX 2080 TI etwas anzuheben. Da diese mit einer Backplate aus Metall ausgestattet ist und somit bereits eine höhere Grundstabilität vorweisen kann, ist der Effekt des SAGE mit fast drei Millimeter eher gering. Da dies eine eher leichte Übung ist, muss das Produkt von CREA8OR sind der nächsten Herausforderung stellen:

Wirkung an einer Grafikkarte ohne Backplate

Eine Radeon R9 290X mit seit vielen Jahren montiertem Artic Cooling Accelero Extreme IV hat das PCB der Grafikkarte ordentlich absacken lassen. Sie hängt sichtbar schief im Steckplatz, hat technisch aber keine Einbußen davontragen müssen. Aufgrund des hohen Grades der Absackung besteht hier das Potenzial besonders viel mit dem SAGE zu erreichen, was wir im zweiten Bild festgehalten haben. Stolze vier Millimeter hebt der SAGE das Ende der Grafikkarte an, so dass diese ebenfalls sichtlich waagerechter im Steckplatz ihren Dienst verrichten kann. Allerdings ist hier beim SAGE noch nicht das Ende der Einstellmöglichkeit erreicht und kann noch mehr Kraft auf das PCB ausüben. Im dritten der obigen Bilder wird deutlich, dass "zu viel des Guten" auch mit dem SAGE möglich ist und das PCB der Radeon sich nun in die andere Richtung verbiegt. Weiterhin zeigt die Grafikkarte keine Schwierigkeiten damit, jedoch kann ein noch höherer Kraftaufwand durchaus zu feinen Rissen in den Kupferlagen des PCBs führen und somit das Ende der Lebenszeit dessen begünstigen.

Zu guter Letzt kann noch das mitgelieferte Dekorationsteil am SAGE angebracht werden. Dies gelang uns allerdings nicht auf Anhieb,  da der vorgesehene Platz scheinbar zu knapp ausgelegt wurde. Nur mit großem Kraftaufwand ließ sich das Emblem an dem dafür vorgesehenen Platz einsetzen und ließ dies auch erst dann zu, als ein Teil dessen abbrach.

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