Deepcool Assassin III - 06 - Praxistest: Montage

Erstellt am: 22.11.2019 um 18:31 Uhr von Thomas Radigk.

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Praxistest: Montage

 

Üblicherweise beginnt die Montage mit der Installation eines Befestigungssystems auf der Hauptplatine, das den Kühler auf dem Prozessor fixiert. Auch Deepcool geht diesen Weg, weswegen wir damit beginnen die Backplate mit den Schrauben zur Sockelhalterung auszustatten. Dies geht erfreulich gut von der Hand, da die Schrauben mit einem „Klick“-Geräusch einrasten und auch beim Umdrehen der gesamten Backplate nicht mehr herausfallen. Dennoch sind diese bei der Demontage leicht zu entfernen, womit Deepcool bei uns Pluspunkte sammelt. Die mit den Schrauben ausgestattete Platte wird von hinten durch das Mainboard geschoben und mit vier Muttern auf der Hauptplatine fixiert. Und auch hier sammelt Deepcool wieder einen kleinen Pluspunkt, denn die Muttern sind an einer Seite bereits mit einer schützenden Schicht Kunststoff ausgestattet, so dass der Kunde diese nicht erst mühselig in Form von dünnen Scheiben aufbringen muss. Sobald die Rückplatte mit dem Mainboard verschraubt ist, folgen die Haltestege für den Kühler, in denen der Hersteller Markierungen gestanzt hat, so dass die Ausrichtung auch ohne Zuhilfenahme des Handbuchs richtig erfolgen kann. Diese werden mit vier weiteren Muttern auf den bisher überstehenden Gewinden der Sockelhalterung fixiert. Bedingt durch die hohe Qualität kann jede Mutter mit Schwung schnell aufgeschraubt werden und weil alle Schrauben gerändelt sind, ist nicht mal Werkzeug notwendig.

Nach der schnell erledigten Montage der Sockelhalterung für den Kühler kann bereits die Wärmeleitpaste aufgetragen und der Kühler auf die CPU gesetzt werden. Damit unser folgender Test jedoch vergleichbar mit bisherigen Kühler-Tests bleibt, verwenden wir nicht die Wärmeleitpaste von Deepcool, sondern Arctic Cooling MX-4. Beim Aufsetzen des Kühlers sehen wir dann, dass dieser erst dann richtigen Kontakt zur CPU bekommt, sobald die Schrauben vom Kühler mit der Sockelbefestigung verschraubt werden. Deepcool liefert für genau diesen Zweck einen Schraubendreher mit, dessen Griff über die Türme hinausragt und auch diese Aufgabe fast zum Kinderspiel werden lässt (etwas Kraft braucht es dennoch). Sobald der Kühler verschraubt ist, versuchen wir unseren Arbeitsspeicher von G.Skill einzusetzen und können dies nahezu mühelos erledigen, denn der Raum unter den Kühlrippen ist für unseren Speicher ausreichend bemessen. Es bleiben sogar noch knapp 10 mm Luft zwischen Arbeitsspeicher und Kühlturm, jedoch muss höherer Arbeitsspeicher definitiv vor dem Aufsetzen des Kühlers eingesteckt sein. Dies deckt sich mit den Angaben des Herstellers, der angibt Raum für bis zu 54 mm hohen Arbeitsspeicher gelassen zu haben, denn unser Arbeitsspeicher ist inklusive des nicht abnehmbaren Kühlerkörpers ca. 45 mm hoch.

Der Kühler ragt nach seiner Montage ca. 175 mm über die Hauptplatine hinaus, jedoch ohne, dass bisher auch nur ein Lüfter eingesetzt wurde. Da der mittlere Lüfter relativ niedrig zwischen den Türmen eingesetzt werden kann, messen wir die Höhe des Kühlers erneut mit allen montierten Lüftern. Über dem Arbeitsspeicher kann ein Lüfter nicht so niedrig, wie zwischen den Türmen montiert werden, weswegen bei unseren Komponenten nun 185 mm Gesamthöhe zu Buche stehen. Werden die verbliebenen ca. 10 mm in der Höhe des Arbeitsspeichers ausgenutzt, steigt auch die Höhe entsprechend an und die Kompatibilität mit am Markt erhältlichen Gehäusen nimmt erheblich ab, denn nur derzeit 35 Modelle bieten Platz für CPU-Kühler ab 200 mm (Gesamt-)Höhe. Hierfür sieht Deepcool vor, dass der Kunde einen Lüfter mit 120 mm Durchmesser über dem Arbeitsspeicher und bei Bedarf den dann übrigen Lüfter auf der Rückseite des anderen Turmes (über den Anschlüssen der Hauptplatine) montiert – ein drittes Paar Klammern ist hierfür bereits Teil des Lieferumfangs.

Da nicht jede Hauptplatine über die Möglichkeit verfügt beide Lüfter an einem separaten Anschluss zu betreiben, liefert Deepcool einen Y-Adapter mit, durch den beide Ventilatoren an nur einem Anschluss betrieben werden können. Mit ihm steigt die Länge des Kabels eines Lüfters um 50 cm an und logischerweise kann dann nur das Signal eines einzigen Lüfters ausgelesen werden. Wir zeigen auf unserem Foto, dass wir das entstehende Kabelknäul noch relativ gut unter dem Kühler verstauen konnten, was alternativ auch bei Gehäusen mit Möglichkeiten zur Kabelführung hinter der Hauptplatine versteckt werden kann. Für den Fall, dass dieser Adapter nicht genutzt werden soll und ein solches Kabelknäuel möglichst klein ausfällt, liefert Deepcool für jeden Lüfter einen eigenen Low Speed Adapter mit. Auf der letzten Seite des Handbuchs wird dargestellt, dass auch beide Adapter zu benutzen sind, falls der Y-Adapter eingesetzt wird.

Anmerkung: Die Montage des Kühlers auf einer AMD-Plattform ist weitestgehend gleich, jedoch kommt mit dem Entfernen des sog. Retention-Moduls ein kleiner Schritt dazu.

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